Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

September 23, 2011 in Allgemein

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, kurz auch als GMDS, bekannt, stellt einen eingetragenen Verein dar. Die Fachgesellschaft ist unabhängig und arbeitet sowohl im wissenschaftlichen, als auch im medizinischen Bereich.

Vorwiegend befasst sie sich, wie der Name bereits unschwer erkennen lässt, mit der Medizinischen Informatik, der Biometrie und der Epidemiologie. Ebenfalls werden in diesem Bereich Dokumentationen sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis, sowie die Forschung und Lehre vorangetrieben. Weiterhin will die GMDS anderen medizinischen Fachrichtungen ihr Wissen anbieten und dieses stetig weiter entwickeln. Hierbei werden insbesondere Kenntnisse aus der Mathematik, der Statistik, der Informatik und den Ingenieurswissenschaften genutzt.

Mehr als 1.600 Mitglieder gehören dem Verein GMDS an und damit stellt dieser gleichzeitig eine der größten Fachgesellschaften ihrer Art dar. Darüber hinaus ist sie die einzige Fachrichtung, die sich mit den genannten Teilbereichen insgesamt beschäftigt. Mit anderen Fachgesellschaften arbeitet der GMDS Verein gerne zusammen, insbesondere wenn es um den Austausch von Erfahrungen und Erkenntnissen geht, aber auch wenn gemeinsam geforscht und bestimmte Ziele erreicht werden sollen. Außerdem werden gemeinsame Konferenzen und Workshops veranstaltet. Außerdem befasst sich der Verein mit der Planung von Förderungsmaßnahmen durch den Gesetzgeber, sowie bei Fragen rund um die Normung und Standardisierung im jeweiligen Fachgebiet. Auch Lehrinstitutionen werden vom GMDS errichtet und Ausbildungsfragen werden geklärt.

 

Die Organe des GMDS

Die GMDS gliedert sich wie jeder Verein in unterschiedliche Organe. Dazu zählen das Präsidium und der Beirat, sowie Fachausschüsse und Fachbereiche. Letztere gliedern sich in die Medizinische Informatik, die Medizinische Biometrie und die Epidemiologie. Den Fachausschüssen sind Arbeitsgruppen und Projektgruppen untergliedert, die sich wiederum jeweils in die oben genannten Fachbereiche untergliedern. Außerdem zählen zu den Organen der GMDS die Arbeitskreise, die Präsidiumskommissionen und die Beiratskommissionen.

Geschichte der GMDS

Die GMDS besteht schon seit 1955. Ursprünglich und noch bis in das Jahr 1991 bezeichnete sie sich als Deutsche Gesellschaft für Medizinische Dokumentation, Informatik und Statistik e.V. Erst danach kam es zur Namensänderung und der Verein agiert unter dem heutigen Namen.

Die Fachwissenschaft Medizinische Dokumentation und Statistik entstand etwa mit Beginn der 1950er Jahre. Ihre Erkenntnisse flossen in den  Arbeitsausschuss Medizin ein, der der Vorläufer der heutigen GMDS ist. Seine Geschichte lässt sich noch bis ins Jahr 1951 zurück verfolgen. 1955 entstand dann der Verein endgültig und stellt damit gleichzeitig die älteste Fachgruppe ihrer Art in ganz Europa dar.

Die Mitglieder der GMDS

Ursprünglich waren weniger als 100 Mitglieder im GMDS Verein aktiv. Noch 1965 waren es gerade einmal 68 Mitglieder, die sich in der GMDS verdingten. Doch schon 2007 konnten mehr als 1.800 Mitglieder begrüßt werden. Ihre Zahl ging zwar leicht zurück, dennoch ist die GMDS nach wie vor eine der bedeutendsten Fachgruppen ihres Bereichs in Deutschland.

Die Mitglieder werden dabei in drei große Gruppen untergliedert: Die fördernden und korporativen Mitglieder, die kooperierenden Fachgesellschaften, sowie die Ehrenmitglieder. Dabei sind der ersten Gruppe zahlreiche bekannte und namhafte Unternehmen zugehörig, wie etwa Bayer Schering Pharma AG, Boehringer Ingelheim Pharma KG oder die Deutscher Ärzte Verlag GmbH, um nur einige Beispiele zu nennen. Zu den Ehrenmitgliedern gehören Professoren und Doktoren aus ganz Deutschland, wobei leider einige bereits verstorben sind.